UMTS

(Universal Mobile Telecommunications System)

So heißt das von Europa und Japan favorisierte Mobilfunksystem der dritten Generation; es wird als der künftig weltweit dominierende Standard betrachtet.

UTMS nutzt als Modulationstechnik das CDMA-Verfahren. UMTS sendet wie der GSM-Standard im Hochfrequenzbereich. Die Frequenzen liegen oberhalb des E-Netzes zwischen 1.900 und 2.170 MHz.
Mit UMTS lassen sich noch größere Mengen digitaler Daten erheblich schneller mobil senden und empfangen. Die Datenübertragungsrate erhöht sich auf bis zu 384 kBit/s. UMTS-Kunden können sogar mehrere Dienste gleichzeitig nutzen, etwa telefonieren, faxen, E-Mails abrufen und im Internet surfen.

Frequenzen optimaler genutzt

UMTS-Signale unterscheiden sich aber neben der Frequenz auch in der Form der bisher genutzten Mobilfunktechnik. Sie sind nicht mehr gepulst. Stattdessen werden bei UMTS Gespräche und Daten mehrerer Teilnehmer gleichzeitig über dieselbe Frequenz gesendet. Dadurch entsteht ein gemeinsames Signal, das einem Rauschen ähnelt. Die digitalen Informationen sind dabei mit einem speziellen Code versehen, so dass sie nach dem Empfang wieder entschlüsselt werden können. Dies ermöglicht eine effizientere Nutzung der vorhandenen Frequenzen.

Verbesserte Leistungsregulierung

UMTS verfügt über eine noch effektivere Leistungsregulierung, um die abgestrahlte Sendeenergie so gering wie möglich zu halten. Sowohl das Handy als auch die Basisstation senden nur so stark, wie es für die Datenübertragung jeweils nötig ist. Die Sendeleistung wird dabei nach Bedarf automatisch bis zu 1.500-mal pro Sekunde angepasst. Die abgestrahlte Leistung kann sich noch weiter verringern, wenn das UMTS-Handy gleichzeitig mit zwei oder mehreren Basisstationen verbunden ist. Das jedoch erfordert ein gleichmäßig geknüpftes Netz von Funkzellen.

In Ortschaften mit maximal 20 Watt

In Stadtzentren ist ein Abstand von einigen hundert Metern zwischen UMTS-Standorten geplant. In städtischen Randbezirken sollen es bis 2,5 Kilometer sein. UMTS-Antennen werden in Ortschaften mit maximal 20 Watt senden. Das ist nur ein Bruchteil der Sendeleistung von Hörfunk und TV-Sendern, die mehrere 100.000 Watt betragen kann.