Netzplanung

Der Aufbau des UMTS-Netzes in den Ballungsgebieten kann zügig erfolgen, denn bestehende GSM-Standorte können größtenteils mitgenutzt werden.

Allerdings muss für multimediale Anwendungen wie Bild- oder Videotelefonie (hohe Datenraten) eine engmaschigere Netzstruktur realisiert werden. In Städten wird die Reichweite der UMTS-Basisstationen zwischen 0,5 und 1,5 Kilometer liegen.

UMTS-Lizenzauflagen

Die Lizenzauflagen für den Netzausbau von UMTS verlangen, dass 25 Prozent der Bevölkerung bis 2003 versorgt sind. Bis 2005 müssen es 50 Prozent der Bevölkerung sein. Deshalb wird der UMTS-Erstausbau nur in Großstädten und Ballungszentren erfolgen.
Bei der Netzplanung müssen technische und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. Wichtige Gesichtspunkte der funktechnischen Planung sind:

  • die optimale Erreichbarkeit innerhalb der Funkzelle
  • keine Interferenz mit Zellen gleicher Frequenzzuordnung
  • die Versorgungsgüte in Gebäuden (inhouse-Versorgung)

Frequenzverteilungsplan

Die einzelnen Funkzellen bekommen entsprechend einem Frequenzverteilungsplan nur einige wenige Sendefrequenzen zugeteilt. Die zur Verfügung stehenden Frequenzen beziehungsweise Kanäle werden dabei mehrfach im jeweiligen Netz eingesetzt und an mehrere Funkzellen vergeben. Die Vergabe gleicher Frequenzen erfolgt an solche Zellen, die räumlich so weit auseinander liegen, dass es zu keinen gegenseitigen Störungen (Interferenzen) kommt.