Zahlen zum Mobilfunkmarkt in Deutschland

16. Juni 2026
  • Jahresbericht der Bundesnetzagentur belegt verändertes Nutzungsverhalten von Kundinnen und Kunden.
  • Mobiles Datenaufkommen steigt weiter: Im Schnitt auf 8,4 Gigabyte im Monat.
  • Messenger- und Videokonferenz-Dienste werden mehr genutzt, SMS und klassisches Telefonieren mit dem Smartphone sind rückläufig.

Der jetzt erschienene Jahresbericht 2025 der Bundesnetzagentur verdeutlicht, wie stark sich der Mobilfunkmarkt in Deutschland wandelt. Die Menschen nutzen ihr Smartphone heute anders als früher. Dabei werden klassische Anrufe und SMS immer seltener. Trotzdem kommunizieren die Menschen nicht weniger, sie nutzen jetzt Messenger-Dienste und Videocall-Apps. Dadurch steigt das genutzte Datenvolumen deutlich an und ist im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent gewachsen.

Mehr aktive SIM Profile und starkes Wachstum bei M2M

Laut Bundesnetzagentur wurden zum Jahresende 2025 106,4 Millionen SIM Profile aktiv genutzt, ohne Datenkommunikation zwischen Maschinen (Machine to Machine – M2M). Das entspricht statistisch rund 1,3 SIM Profilen pro Einwohnerin bzw. Einwohner. 73 Prozent dieser Profile entfielen auf Postpaid Verträge (78,1 Mio.), 27 Prozent auf Prepaid Verträge (28,3 Mio.) Besonders dynamisch entwickelte sich der Bereich Vernetzung von Maschinen: Die Zahl der M2M SIM Profile stieg auf 86,1 Millionen und lag damit rund 17 Prozent über dem Wert von 2024 (73,7 Mio.).

LTE bleibt Standard – 5G non standalone wächst rasant

Auch bei den genutzten Mobilfunktechnologien zeigt sich ein klarer Trend. 90,1 Millionen aktiv genutzte SIM Profile griffen 2025 auf das LTE Netz zu, leicht mehr als im Vorjahr (89,7 Mio.). Besonders stark legte 5G non standalone zu: 57,9 Millionen Nutzerinnen und Nutzer verwendeten diese Technologie – ein Anstieg um 55 Prozent gegenüber 2024. Der Zugang erfolgt dabei über ein kombiniertes 4G/5G Funknetz, während der Datenverkehr weiterhin über ein 4G Kernnetz abgewickelt wird.

Klassische Telefonie verliert – IP basierte Dienste dominieren

Die klassische Mobilfunktelefonie verliert weiter an Bedeutung. Das Gesprächsvolumen als Nutzer sank von 148 auf 132 Milliarden Minuten. Gleichzeitig gewinnen IP basierte Kommunikationsformen weiter an Gewicht. Messenger Telefonie, VoIP Anrufe und Videokonferenzen legten 2025 erneut zu und erreichten 19,6 Milliarden abgehende Sprachanrufe sowie 198 Milliarden Gesprächsminuten. Auch Videoanrufe nahmen weiter zu und kamen auf 9,5 Milliarden abgehende Anrufe sowie ein Gesprächsvolumen von 188,5 Milliarden Minuten.

SMS-Nutzung bricht ein – Messenger prägen die mobile Kommunikation

Messenger-Dienste dominieren die mobile Kommunikation und treiben das Datenvolumen hoch: Während das SMS-Volumen binnen eines Jahres auf 2,9 Milliarden Nachrichten halbiert wurde – das sind nur noch zwei SMS pro Monat und Nutzer.

Datenvolumen wächst zweistellig

Das mobile Datenvolumen stieg 2025 weiter deutlich an. Während Ende 2024 noch 9.592 Millionen Gigabyte übertragen wurden, lag der Wert zum Jahresende 2025 bei 10.860 Millionen Gigabyte – das ist ein Plus von rund 13 Prozent. Mit einem Gigabit lassen in etwa 350 bis 500 Urlaubsfotos oder 250 Musiktitel übertragen.
Im Durchschnitt nutzten Kundinnen und Kunden pro aktivem SIM Profil monatlich 8,4 Gigabyte, ebenfalls ein Anstieg um etwa 13 Prozent. Der kontinuierliche Zuwachs zeigt, wie stark datenintensive Anwendungen wie Streaming, Social Media, Cloud Dienste und Videokommunikation die Netze prägen.

Mobilfunk als zentrale Infrastruktur

Der Bericht macht deutlich, dass Mobilfunk längst eine tragende Rolle für die digitale Gesellschaft spielt. Ob mobiles Arbeiten, digitale Verwaltung oder vernetzte Industrie – leistungsfähige Mobilfunknetze sind unverzichtbar. Die veränderte Nutzung und der weiter steigende Datenbedarf zeigen, dass Kapazität, Flächenabdeckung und Netzqualität auch in den kommenden Jahren zentrale Herausforderungen bleiben.

 

Veröffentlicht am 16.06.2026

Der Jahresbericht der Bundesnetzagentur ist hier abrufbar: