Standortbescheinigung

Nur die Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (Bundesnetzagentur) erlaubt dem Mobilfunkbetreiber, eine Sendeanlage in Betrieb zu nehmen.

Jede Sendeanlage muss dieses Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dabei geht es vor allem darum, die Sicherheitsabstände um eine Sendeanlage festzulegen. Sie gewährleisten, dass außerhalb des Sicherheitsbereichs die zugelassenen Grenzwerte nicht erreicht werden. Dabei muss sichergestellt sein, dass sich innerhalb des Sicherheitsbereichs niemand aufhalten kann. Die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung durch die Bundesnetzagentur gilt für GSM- und UMTS-Sender gleichermaßen.

Ablauf der Prüfung

Die emissionsrechtliche Genehmigung von Basisstationen verläuft folgendermaßen:

  • Der Betreiber dokumentiert alle für die Sicherheitsbetrachtung relevanten Betriebsdaten der Anlage und stellt diese Unterlagen der Behörde zur Verfügung. Die Dokumente beschreiben die technischen Daten der Sendeantennen und geben zum Beispiel Auskunft über die Art der Antennen, ihre Sendeleistung und Senderichtung sowie die Anzahl der Funkkanäle.
  • Die Bundesnetzagentur berechnet aus den Daten, in welchem Abstand der gesetzlich festgelegte Grenzwert erreicht wird. Sie geht dabei von der theoretisch maximal möglichen Leistung der Gesamtanlage aus, die im täglichen Betrieb nur äußerst selten erreicht wird. Zusätzlich zu den Funkfeldern der neuen Anlage werden auch alle vor Ort bereits vorhandenen Felder (zum Beispiel die von benachbarten Mobilfunk- oder Fernseh- und Rundfunksendern) in die Berechnung des Sicherheitsabstandes einbezogen.
  • Die Behörde prüft außerdem, ob der berechnete Sicherheitsbereich auch tatsächlich eingehalten werden kann und ob der Sicherheitsbereich unzugänglich ist. Erst dann erteilt sie die Standortbescheinigung, die den anlagenspezifischen Sicherheitsabstand angibt. Danach darf die Anlage installiert und der Sendebetrieb aufgenommen werden.

Kann der von der Bundesnetzagentur festgelegte Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden, wird die Standortbescheinigung nicht erteilt und der Betrieb der Sendeanlage untersagt. Für jede technische Änderung an der Anlage, die Auswirkungen auf den Sicherheitsabstand hat, muss eine neue Bescheinigung beantragt werden.