Technik

Wie ist ein Mobilfunknetz aufgebaut? Welche Technologien gibt es? Neue Anwendungen und das veränderte Nutzungsverhalten sorgen für eine hohe Dynamik. Fakten rund um die Technik, die Netzplanung und den Netzaufbau finden sie hier.

Aktuelles aus dem Bereich Technik

Handys müssen in Deutschland und Europa den SAR-Grenzwert gemäß der Europäischen Norm EN 50361 einhalten, der mit den Empfehlungen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht ionisierenden Strahlen (ICNIRP) übereinstimmt. Dieser SAR-Grenzwert beträgt 2 Watt pro Kilogramm (gemittelt über 10 Gramm Körpergewebe).
Mobilfunkantennen werden dort errichtet, wo noch Lücken im Funknetz vorhanden sind oder wo z. B. wegen gestiegener Nachfrage die Versorgungsqualität verbessert werden muss. Zunächst wird jeder potenzielle Standort für eine Mobilfunkantenne auf seine funktechnische Eignung überprüft.
Elektrische Ladungen üben Kräfte aufeinander aus. Zwischen geladenen Körpern baut sich ein elektrisches Kraftfeld auf, das in der Einheit „Volt pro Meter“ (V/m) angegeben wird. Ursache von Magnetfeldern sind bewegte elektrische Ladungen. Die magnetische Feldstärke wird in „Ampere pro Meter“ (A/m) gemessen. Oft wird statt dieser Größe die sogenannte magnetische Flussdichte in der Einheit Tesla (T) angegeben.
Mobilfunkantennen müssen dort errichtet werden, wo Menschen telefonieren und mobile Datendienste nutzen wollen – also auch in Wohngebieten. Nur wenn die Basisstationen in der Nähe der Nutzer stehen, kann die Sendeleistung optimal geregelt werden.
Wie alle elektromagnetischen Wellen breiten sich auch Mobilfunkwellen mit Lichtgeschwindigkeit aus. Im Sender wird ein Sprach- oder Datensignal in ein hochfrequentes Signal umgesetzt und über eine Antenne als Funkwelle ausgesendet. Im Empfänger wird in umgekehrter Richtung die ankommende Funkwelle über eine Antenne aufgenommen, verstärkt und in das ursprüngliche Ausgangssignal zurückverwandelt.
Mobilfunkantennen besitzen eine ausgeprägte Richtcharakteristik, d. h. die elektromagnetischen Wellen werden vorzugsweise in eine bestimmte Richtung ausgesendet. Vergleichen kann man dies mit dem Lichtkegel eines Autoscheinwerfers: Befindet man sich außerhalb dieses Kegels oder entfernt man sich von der Lichtquelle, so nimmt die Intensität rasch ab.
Wenn Mobiltelefone in unmittelbarer Nähe von hochempfindlichen elektronischen Geräten (z. B. lebenserhaltende Medizingeräte, Flugzeugelektronik) senden, sind Störungen nicht völlig auszuschließen. Untersuchungen haben ergeben, dass in der Regel moderne Medizingeräte und Flugzeugelektronik ausreichend störfest gegenüber Handy-Feldern sind, sodass auch immer mehr Fluglinien und Krankenhäuser dazu übergehen, die Nutzung von Handys zu erlauben.
Die Störbeeinflussung elektrotechnischer Geräte wird durch Normen und Gesetze zur Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) geregelt. Wenn ein Gerät die dort festgelegten Störfestigkeitsgrenzwerte einhält, wird es nicht durch Aussendungen von Mobilfunkbasisstationen beeinflusst; denn Mobilfunkantennen arbeiten nur mit geringen Sendeleistungen und die Intensität der ausgesendeten elektromagnetischen Felder nimmt mit zunehmender Entfernung sehr schnell ab.
Die gesetzlich festgelegten Grenzwerte gelten für alle Bevölkerungsgruppen und berücksichtigen daher selbstverständlich auch die Wirkungen von elektromagnetischen Feldern auf Kinder sowie ältere und kranke Mitbürger. Ein besonderer Schutz ist daher nicht erforderlich.
Für die Messung elektromagnetischer Felder unterschiedlicher Frequenzen und Intensitäten sind spezielle Messgeräte mit geeigneten Sonden (= Empfangsantennen) erforderlich. Die grundlegenden Messverfahren sind in der deutschen Norm DIN VDE 0848 Teil 1 dargestellt.