SAR – Werte von Handys, Smartphones und Tablets

SAR-Werte einfach erklärt

Beim Kauf eines Smartphones stößt man gelegentlich auf den Begriff SAR-Wert. Aber was genau steckt dahinter? Wie wichtig ist er für die Gesundheit? Was sagt der SAR-Wert aus? Welche Grenzwerte gelten? Wie kann die elektromagnetische Exposition beim Gebrauch von Smartphones reduziert werden? Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Was ist der SAR-Wert?

Der SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate) zeigt an, wie viel elektromagnetische Energie der Körper beim Telefonieren oder bei der Nutzung eines Mobilfunkgerätes aufnimmt. Der Wert wird in Watt pro Kilogramm (W/kg) gemessen. Grundsätzlich gilt: Je niedriger der Wert, desto niedriger ist die eigene elektromagnetische Exposition. –

Warum ist der SAR-Wert bei Smartphones wichtig?

Der SAR-Wert dient als Sicherheitsmaßstab. Er beschreibt die elektromagnetische Exposition, der der Körper beim Telefonieren ausgesetzt ist. Auch wenn alle Geräte, die in der EU verkauft werden, die gesetzlichen Grenzwerte einhalten müssen, kann der SAR-Wert für einige Verbraucher ein Anhaltspunkt sein, um die persönliche Exposition zu minimieren.

Welche SAR-Grenzwerte gelten in der EU?

In der Europäischen Union liegen die maximal erlaubten SAR-Werte bei:

  • 2,0 W/kg für Kopf und Rumpf
  • 4,0 W/kg für Arme und Beine

Alle Geräte auf dem Markt müssen diese Werte einhalten, sodass die Nutzung als unbedenklich gilt.

Sind niedrige SAR-Werte besser?

Ein niedriger SAR-Wert bedeutet eine geringere Aufnahme elektromagnetischer Energie durch den Körper. Auch wenn Geräte innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte sicher sind, bevorzugen einige Nutzer Smartphones mit niedrigeren Werten, um die eigene Exposition zu reduzieren.

Typische SAR-Werte bei modernen Smartphones

Die meisten Smartphones haben SAR-Werte zwischen 0,2 und 1,2 W/kg. Damit liegen sie deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten und gelten als sicher.

Wo kann man den SAR-Wert eines Handys nachlesen?

Der SAR-Wert eines Geräts ist leicht zu finden:

  • Auf den Websites der Hersteller
  • In der Bedienungsanleitung
  • Das Informationszentrum Mobilfunk stellt eine regelmäßig aktualisierte SAR-Geräteliste zur Verfügung
  • Das Bundesamt für Strahlenschutz informiert über den SAR-Wert 
  • in den Smartphone-Einstellungen unter „Rechtliche Hinweise“

Wie lässt sich die elektromagnetische Exposition reduzieren?

Wer seine persönliche Exposition minimieren möchte, hat verschiedene Optionen:

  • Headsets oder Lautsprecher nutzen: Das Telefonieren über Headsets oder die Freisprechfunktion schafft Abstand zwischen Handy und Kopf.
  • Telefonieren bei gutem Empfang:  Bei guter Netzabdeckung und einem gut ausgebauten Mobilfunknetz benötigt das Handy weniger Sendeleistung, wodurch die Exposition sinkt.

Welche Unterschiede gibt es beim SAR-Wert zwischen 4G und 5G?

Auch 5G-Smartphones müssen die gleichen Grenzwerte wie 4G-Geräte einhalten. Die Mobilfunktechnologie selbst führt nicht automatisch zu höheren SAR-Werten. Moderne 5G-Handys liegen in der Regel im gleichen Bereich wie vergleichbare 4G-Geräte.

Wie werden SAR-Werte ermittelt?

Die SAR-Werte werden in Laboren gemessen, indem ein Modell des menschlichen Kopfes oder Körpers mit Sensoren ausgestattet wird, um die Energieaufnahme durch elektromagnetische Wellen zu messen. Die Tests simulieren typische Nutzungsbedingungen von Mobilgeräten, um realistische Ergebnisse zu erzielen. Die gemessenen Daten werden dann verwendet, um den SAR-Wert des Geräts zu berechnen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu SAR-Werten

Was ist der SAR-Wert?

Der SAR-Wert zeigt an, wie viel elektromagnetische Funkwellenenergie der Körper beim Telefonieren aufnimmt.

Niedrigere Werte bedeuten geringere Strahlenaufnahme. Alle Geräte innerhalb der Grenzwerte sind sicher.

In der Bedienungsanleitung, auf der Hersteller-Website oder in den Einstellungen unter „Rechtliche Hinweise“.  Das Informationszentrum Mobilfunk stellt eine regelmäßig aktualisierte SAR-Geräteliste zur Verfügung. Das Bundesamt für Strahlenschutz informiert ebenso über den SAR-Wert.

In dem man ein Headset nutzt und bei gutem Empfang telefoniert.

Nein, beide Mobilfunktechnologien müssen dieselben SAR-Grenzwerte einhalten.

Auf der Website des Bundesamtes für Strahlenschutz gibt es weiterführende Hintergrund-Informationen zur SAR-Werten.

Fazit

Der SAR-Wert ist ein nützlicher Indikator für die elektromagnetische Exposition durch Smartphones. Alle Geräte in der EU liegen sicher unter den Grenzwerten. Wer zusätzliche Vorsicht möchte, kann auf niedrige SAR-Werte achten und einfache Maßnahmen im Alltag umsetzen, um die Strahlenaufnahme zu minimieren.

SAR steht für Spezifische Absorptionsrate. Der SAR-Wert eines Handys gibt an, wie viel Sendeleistung der Körper beim Telefonieren mit diesem Gerät maximal aufnehmen kann. Dabei beträgt der gültige Grenzwert 2 Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Er stimmt mit den Empfehlungen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) überein. Handys, Smartphones und Tablets die in Deutschland und europaweit verkauft werden, müssen den SAR-Grenzwert einhalten.

Mobiltelefone sind so konstruiert, dass sie die festgelegten Grenzwerte nicht nur einhalten, sondern auch deutlich unterschreiten. Die in den Tabellen angegebenen SAR-Werte entsprechen den nach der europäischen Norm gemessenen Maximalwerten. Die tatsächlichen Werte während des Telefonierens sind aufgrund der automatischen Leistungsregelung in Mobilfunknetzen in der Regel erheblich niedriger.

Die Wechselwirkungen von Funkwellen mit dem menschlichen Körper sind seit vielen Jahren Gegenstand umfassender nationaler und internationaler Untersuchungen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass keine gesundheitliche Gefahren bestehen, wenn die gültigen Grenzwerte für elektromagnetische Felder eingehalten werden.

 

Wie wird der SAR-Wert ermittelt?

Mit Hilfe des SAR-Messverfahrens wird überprüft, ob die Mobiltelefone den zulässigen Wert einhalten. Alle in Deutschland erhältlichen Handys, Smartphones und Tablets halten diese Vorschrift sicher ein.

Die Messung der SAR-Werte erfolgt nach einheitlichen Prüfstandards: Für den Betrieb von Handys am Kopf gemäß der europäischen Norm EN 50360, für den Betrieb am Körper (Tablet-Nutzung oder Tragen von Gürtelclips o.ä.) nach der Richtlinie OET65/C der Federal Communications Commission (FCC), USA.

Das Messsystem für das Messen des SAR-Werts am Kopf besteht aus einer 2 Millimeter starken Kunststoffschale in Form eines Kopfes, die mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt ist. Mit dieser Flüssigkeit können die elektromagnetischen Eigenschaften des Kopfgewebes simuliert werden. An das „Ohr“ dieses Schalenkopfes wird das zu prüfende Handy gelegt, das dann mit maximal möglicher Leistung sendet. Eine Messsonde innerhalb des Schalenkopfes ermittelt dann die Verteilung der SAR in der Flüssigkeit. Aus dieser Verteilung werden die maximalen, über 10 Gramm Gewebe gemittelten SAR-Werte berechnet und mit dem Grenzwert verglichen.

Der normgerecht angegebene SAR-Wert wird bei der maximal möglichen Sendeleistung eines Smartphones oder Handys gemessen. In der Regel aber ist der tatsächliche SAR-Wert während des Telefonierens wesentlich niedriger als dieser ermittelte Wert. Das liegt an der Fähigkeit der Mobilfunknetze, die Leistung dynamisch dem jeweils erforderlichen Bedarf anzupassen. Auf diese Weise senden Mobiltelefone immer nur mit der tatsächlich notwendigen Leistung. Diese liegt im Durchschnitt weit unterhalb der maximal möglichen Sendeleistung. Die vom Handy ausgesendete Leistung ist umso niedriger, je besser das Netz ausgebaut ist und je näher man sich an einer Basisstation befindet.

Bei der körpernahen Nutzung von Mobiltelefonen und Tablets sowie bei der Verwendung von Zubehörteilen sind grundsätzlich die Angaben und gerätespezifischen Sicherheitsbestimmungen des Herstellers in den Gebrauchsanweisungen der Endgeräte zu beachten. Bei Handys und Smartphones wird der maximale SAR-Wert bei Benutzung am Kopf angegeben. Bei Tablets wird üblicherweise der SAR-Wert bei Nutzung in Körpernähe angegeben.

Auch das Bundesamt für Strahlenschutz informiert über den SAR-Wert: https://www.bfs.de/DE/themen/emf/mobilfunk/vorsorge/sar-handy/sar-handy.html

SAR-Werte von Handys