5G verbessert die Vernetzung von Drohnen und Robotern im Rettungseinsatz

Roboter und Drohen helfen den Einsatzkräften bereits heute, wenn es um gefährliche Rettungseinsätze zum Beispiel mit Gefahrgut geht. Mit Hilfe von 5G können diese in Zukunft noch effizienter und leistungsfähiger werden. Das Deutsche Rettungsrobotik Zentrum (DRZ) und die Feuerwehr Dortmund erproben Einsatzmöglichkeiten von mobilen Robotersystemen in einem sogenannten „Living Lab“. Wir haben es besucht und dort mit Dirk Aschenbrenner, Leiter der Feuerwehr Dortmund und Vorstandsvorsitzender des DRZ, gesprochen.

Dirk Aschenbrenner erklärt den Schwerpunkt der Arbeit im DRZ: „Wir entwickeln Robotersysteme, die Rettungsdiensten helfen sollen, ihre Einsätze schneller und sicherer zu machen – zum Beispiel dort, wo Menschen durch hohe Temperaturen und gefährliche Stoffe gefährdet sind.“

So lassen sich beispielsweise kamerabestückte Drohnen einsetzen, um durch die von ihnen gelieferten Bilder bei der schnellen Erfassung komplexer Lagen zu unterstützen. Rettungsroboter können wiederum manipulatorische Funktionen übernehmen – zum Beispiel Gefahrstoffe handhaben.

Wie solche Systeme mit den Fachkräften im Einsatz zusammenwirken, berichtet aus der praktischen Erfahrung Tanja Hellmann, Ausbildungsleiterin der Feuerwehr Dortmund: „Wir können eine Einsatzstelle schnell und sicher, aber zielgerichtet erkunden. Das bedeutet für uns einen enormen Zeitvorteil. So lassen sich gesundheitliche Gefahren schneller abwenden und Menschenleben schneller retten.“

Die von einer Einsatzstelle vorab übermittelten Daten können dabei sehr vielfältig sein – etwa Erkundungen über einsturzgefährdete Bereiche oder über verunfallte Kraftfahrzeuge. Wo befindet sich das Fahrzeug, wie viele Personen sind darin gesessen, waren diese Personen angeschnallt. Hinzu kommen Gefahrenpunkte am Fahrzeug – beispielsweise über Gasgeneratoren oder die Hochstromleitungen in Elektro- oder Hybridfahrzeugen.

Höhere Bandbreiten und geringere Latenzen sind der Schlüssel zu neuen Anwendungen

Welche Vorteile bringt in diesem Kontext der neue Mobilfunkstandard 5G? Für Dirk Aschenbrenner liegen sie vor allem in den hohen Bandbreiten, die 5G bei Datenübertragungen bietet, und in den kurzen Latenzen (Reaktionszeiten), die Informationsübermittlung bis hin zu annähernd Echtzeit ermöglicht.

Die Herausforderungen liegen im Umgang mit den großen Datenmengen, die etwa Systeme zur Fernerkundung generieren und deren zielgerichteter Auswertung – insbesondere, wenn dies durch autonome und teilautonome Systeme und Roboter erfolgen soll. Daran arbeiten die Experten im DRZ mit Hochdruck.

5G wird schon bald dabei helfen, dass sich Drohnen und Rettungsroboter in schwierigen Situationen besser steuern lassen und dass sich Kamerabilder oder andere Sensordaten mit hohen Bandbreiten übertragen lassen.

In unserem rund sechsminütigen Videobeitrag sprechen wir mit Tanja Hellmann und Dirk Aschenbrenner und zeigen, wie die Nutzung von vernetzten Drohnen und Robotern im Rettungswesen schon heute aussieht.

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Der Besuch beim Deutschen Rettungsrobotik-Zentrum ist Teil unserer 45-minüten Deutschlandreise rund um innovative Anwendungen der neuen 5G-Mobilfunknetze. Darin besuchen wir etwa auch die Deutsche Fußball-Liga, den Grünen Zoo Wuppertal und das Innovation Center Computer Assisted Surgery an der Universität Leipzig. Wir lernen die von der Stadt Jena geplanten 5G-basierten Verkehrsprojekte kennen, die auf AR- und VR-Inhalte spezialisierte Firma Magic Horizons sowie das Start-up Knowunity, das eine vernetzte Lern-Plattform für Schüler entwickelt hat. Die komplette Videoreportage finden Sie hier:

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Veröffentlicht am 01.04.2022