Wie wirken elektromagnetische Felder auf den menschlichen Körper?

Elektromagnetische Felder wirken in Abhängigkeit von ihrer Frequenz unterschiedlich auf den menschlichen Körper ein. Niederfrequente magnetische Felder (z. B. 50 Hertz der Stromversorgung) durchdringen den Körper fast ungehindert. Hochfrequente elektromagnetische Felder dagegen können kaum in den Körper eindringen.

Vom Mobilfunk werden hochfrequente elektromagnetische Felder (im Bereich von etwa 800 – 2.600 MHz) erzeugt. Sie werden vom Körper teilweise reflektiert, zum Teil dringen sie aber auch in den Körper ein (sie werden absorbiert) und erzeugen dabei Wärme. Bei noch höheren Frequenzen, wie z. B. bei der Infrarotstrahlung und beim Licht, werden die elektromagnetischen Wellen bereits von der Haut absorbiert. Die dabei entstehende Wärme ist oft spürbar („Sonnenbad“).

 

Oberhalb einer Frequenz von 3 Terahertz (THz) spricht man von „ionisierender Strahlung“. Dazu gehören z. B. Röntgenstrahlung und Gammastrahlung. Diese sind aufgrund ihrer hohen Energie in der Lage, Atome oder Moleküle in einen elektrisch geladenen Zustand zu versetzen – zu ionisieren – und damit in molekulare oder atomare Strukturen einzugreifen. Die elektromagnetischen Felder, die bei der Energieübertragung oder bei Funkanwendungen eingesetzt werden, gehören zum Bereich der „nicht ionisierenden Strahlung“.