Wie ist der Stand der Forschung über elektromagnetische Felder?

Zu den Wirkungen elektromagnetischer Felder wird seit Jahrzehnten national und international intensiv geforscht, jährlich kommen weitere Forschungsergebnisse hinzu. Mit rund 16.000 Einträgen (Stand Juli 2012) bietet die Literaturdatenbank des Forschungszentrums für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit an der RWTH Aachen (www.emf-portal.de) einen umfassenden Überblick über die aktuelle Forschungslage auf diesem Gebiet.

Viele Länder haben in den vergangenen Jahren Forschungsprogramme aufgelegt, um noch offene Fragen zu möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch den Mobilfunk zu beantworten. In Deutschland wurde eines der weltweit umfangreichsten Forschungsprojekte, das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF), durchgeführt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Internationale Kommission zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (ICNIRP), der wissenschaftliche Ausschuss „Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken“ (SCENIHR) der Europäischen Kommission, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und verschiedene nationale Expertenkommissionen, wie z. B. die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK), beobachten die Forschungslage kontinuierlich und prüfen, ob die gewonnenen Erkenntnisse Änderungen der Grenzwerte erfordern. Alle Bewertungen von berufenen Expertenkommissionen, die in den zurückliegenden Jahren durchgeführt wurden, kamen übereinstimmend und unabhängig zu dem Ergebnis, dass es nach bisherigem Erkenntnisstand keine Gefahren durch elektromagnetische Felder gibt, wenn die Grenzwerte eingehalten werden.