Welche Grenzwerte gelten in Deutschland für elektromagnetische Felder?

Die Grenzwerte für elektromagnetische Felder von Funkanlagen sind in der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV) festgelegt. In der Verordnung heißt es: „Sie enthält Anforderungen zum Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen und zur Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch elektromagnetische Felder“ (26. BImSchV, § 1, Abs. 1). Die Grenzwerte werden in elektrischer Feldstärke oder in Leistungsflussdichte angegeben. Bei der Festlegung der in Deutschland gültigen Grenzwerte ist der Gesetzgeber den wissenschaftlichen Empfehlungen von unabhängigen nationalen und internationalen Gremien und Institutionen (SSK, WHO, ICNIRP) gefolgt.

Die nationalen Grenzwerte entsprechen den von internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht ionisierenden Strahlen (ICNIRP) empfohlenen Grenzwerten. Sie beinhalten Sicherheitszuschläge und stützen sich auf den internationalen Konsens wissenschaftlicher Erkenntnisse von Fachleuten interdisziplinärer Fachrichtungen (Biologie, Medizin, Biophysik und Technik).

Darüber hinaus gibt es den SAR-Wert, einen Grenzwert speziell für Handys. SAR bedeutet Spezifische Absorptionsrate und gibt an, wie viel Sendeleistung vom Körper aufgenommen („absorbiert“) wird. Der Grenzwert von 2 W/kg darf auch bei maximaler Sendeleistung eines Handys nicht überschritten werden. Die meisten handelsüblichen Mobilfunkgeräte haben SAR-Werte, die deutlich unter 2W/kg liegen.