Neues Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat jetzt ein neues Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder (EMF) gegründet. Es soll mit Aufklärungs- und Forschungsarbeit zu mehr Akzeptanz beitragen, sowohl bei der nachhaltigen Digitalisierung als auch bei der Energiewende. Das neu gegründete Zentrum will Antworten zu Strahlenschutzthemen liefern. Welche Veränderungen bringen neue Sendeanlagen in meiner Nachbarschaft mit sich? Welche Auswirkungen hat das neue Mobilfunknetz 5G? Ziel sei es, auf Fragen der Bevölkerung wissenschaftlich fundierte Antworten zu geben.  Das BfS will mit dem Kompetenzzentrum EMF die Forschung sowie die Schulungs- und Dialogangebote weiter ausbauen. Auf der Website www.bfs.de/kompetenzzentrum können sich Bürgerinnen und Bürger informieren und einem Expertenteam ihre Fragen stellen.

Svenja Schulze und Inge Paulini stehen an einem Stehtisch.
Bundesumweltministerium Svenja Schulze (l.) und BfS-Präsidentin Inge Paulini (r.) mit dem symbolischen Grundstein des Kompetenzzentrums Elektromagnetische Felder (Foto: BfS)

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Sowohl die Energiewende als auch die Digitalisierung sind entscheidende Projekte für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Wenn es hier Bedenken gibt, müssen wir diese ernst nehmen und Fragen von Bürgerinnen und Bürgern aufgreifen. Das Bundesamt für Strahlenschutz als wissenschaftlich unabhängige Institution ist dabei eine kompetente und glaubwürdige Stimme." Das BfS wolle, so die Präsidentin Inge Paulini, noch gezielter und breiter über die gesundheitlichen Wirkungen elektromagnetischer Felder informieren.

Bei Einhaltung bestehender Grenzwerte sind nach dem derzeitigen Kenntnisstand keine gesundheitsschädigenden Auswirkungen durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder wissenschaftlich belegt. Als besonders gut erforscht gilt der Mobilfunk inklusive der Frequenzen, die aktuell in der Bundesrepublik für die ersten 5G-Stationen eingesetzt werden: Zahlreiche Fragen konnten bereits im Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF), das von 2002 bis 2008 unter Federführung des BfS durchgeführt wurde, beantwortet werden.

Mehr Infos: www.bfs.de/kompetenzzentrum