Kann Mobilfunk das Allgemeinbefinden beeinflussen?

Gelegentlich geben Menschen an, auf elektromagnetische Felder empfindlich zu reagieren. Sie führen Befindlichkeitsstörungen wie Konzentrationsschwächen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen u. ä. auf die Wirkung dieser Felder zurück. In den vergangenen Jahren wurde durch gezielte Forschungsarbeiten untersucht, ob unterhalb der Grenzwerte ein ursächlicher Zusammenhang zwischen den elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks und den geäußerten Befindlichkeitsstörungen besteht. Ein solcher Zusammenhang konnte nicht bestätigt werden.

Auch im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) wurde dieser Frage nachgegangen. Die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) hat dazu 2011 festgestellt: „Die durchgeführten Studien haben insgesamt die Hypothese nicht erhärten können, dass es ‚Elektrosensibilität‘ im Sinne einer wesentlich erhöhten Empfindlichkeit oder Wahrnehmungsfähigkeit der untersuchten Personen gegenüber elektromagnetischen Feldern gibt. Es konnten auch keine Belege gefunden werden, dass im Alltag auftretende elektromagnetische Felder mit unspezifischen Gesundheitsbeschwerden kausal verknüpft sind.“ Dies ist auch das Ergebnis einer breit angelegten Untersuchung des Schweizer Bundesamtes für Umwelt 2012.

Auch die WHO geht gegenwärtig davon aus, dass nach derzeitigem Forschungsstand keine kausale Beziehung zwischen der Exposition mit elektromagnetischen Feldern und selbst berichteten Symptomen bzw. Elektrosensibilität besteht (s. Factsheet Nr. 296).