Digitalisierung als Chance für Umwelt und Gesellschaft

Die Corona-Pandemie hat die Sichtweise der Bundesbürger auf die Chancen der Digitalisierung für die Umwelt verändert. Fast die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) sah demnach Ende April in der Digitalisierung großes Potenzial für den Umweltschutz. Im März, also vor den Kontaktbeschränkungen, waren es nur 37 Prozent, wie eine Befragung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ergab. 75 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ein geringeres Verkehrsaufkommen durch Home office sowie neue Dienste wie Carsharing und Videokonferenzen positive Folgen für die Umwelt haben wird.

Die Einstellung der Menschen ist dabei differenziert: Viele Bürger befürchteten gleichzeitig auch negative Entwicklungen, etwa durch zunehmenden Elektroschrott, höheren Materialverbrauch für das Produzieren elektrischer Geräte, höhere Luftverschmutzung durch mehr Lieferverkehr infolge von Online-Käufen sowie höheren Energieverbrauch durch das vermehrte Nutzen elektronischer Geräte.

Für die große Mehrheit der Befragten (über 90 Prozent) es wichtig, dass sich die Politik, Unternehmen und die Gesellschaft künftig stärker mit den möglichen Folgen der Digitalisierung für die Umwelt beschäftigen.