200 Millionen Handys schlummern in Schubladen

Die Deutschen bunkern fast 200 Millionen alte Handys oder Smartphones. Das hat jetzt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom ergeben. Die Zahlen steigen seit Jahren: Innerhalb von zwei Jahren gab es einen Anstieg von 60 Prozent. 2018 waren es 124 Millionen Alt-Geräte, im Jahr 2015 noch 100 Millionen und 2010 sogar nur 72 Millionen alte Mobiltelefone, die ungenutzt herumlagen. Aktuell besitzen 85 Prozent der Bundesbürger mindestens ein unbenutztes Handy oder Smartphone. Bei 31 Prozent sind es zwei und bei 51 Prozent sogar drei oder mehr ausrangierte Mobiltelefone, so die Zahlen des Branchenverbandes.

Für die Umwelt ist das Horten von Altgeräten nachteilig, weil für die Herstellung der Geräte hochwertige Rohstoffe wie Gold, Silber, Kupfer und Palladium benötigt werden. Diese wertvollen Ressourcen können in den Kreislauf zurückgeführt und weiter genutzt werden. Entweder, indem noch funktionsfähige Geräte wiederverwendet werden oder durch das fachgerechte Recycling von Althandys. Mittlerweile gibt es einen stark wachsenden Markt für gebrauchte und erneuerte elektronische Produkte, die es den Konsumenten nicht nur ermöglichen, durch die Weiternutzung von gebrauchten Geräten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten, sondern auch Sicherheit im Hinblick auf Datenschutz sowie Garantien bieten. Gebrauchte Handys und Smartphones dürfen nicht in den Hausmüll geworfen werden. Sie können bei Recyclinghöfen, den Herstellern und Händlern oder bei den Mobilfunkunternehmen abgegeben werden.

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