Gesundheit

Wie wirken sich elektromagnetische Felder auf die Gesundheit aus? Welche gesicherten Erkenntnisse gibt es? Fragen und Antworten zu den Themen Grenzwerte, Forschung und Wissenschaft, SAR-Werte und die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf die Gesundheit finden Sie hier.

Aktuelles aus dem Bereich Gesundheit

Die Mobilfunkunternehmen unterstützen die Forschung. So haben sie im Rahmen ihrer Selbstverpflichtung gegenüber der Bundesregierung für das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm 8,5 Millionen Euro an Forschungsmitteln bereitgestellt. Zusätzlich stellten die deutschen Netzbetreiber bis 2011 eine Million Euro für das Forschungsprogramm des Bundesumweltministeriums und 2012 noch einmal 600.000 Euro zur Verfügung.
Der Gesetzgeber hat die in Deutschland geltenden Grenzwerte auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunknutzung festgelegt und dabei Stellungnahmen und Reviews von nationalen wie internationalen Expertengremien (u. a. ICNIRP, WHO, SCENHIR, SSK) berücksichtigt. Diese beobachten die internationale Forschung zum Thema Mobilfunk und Gesundheit kontinuierlich und aktualisieren ihre Bewertungen laufend.
Der wissenschaftliche Beweis einer Unschädlichkeit ist nicht möglich. Dies gilt auch für den – häufig von der Öffentlichkeit geforderten – Nachweis der Unschädlichkeit des Mobilfunks. Beweisen lassen sich nur tatsächliche Effekte, nicht das Nichtvorhandensein eines Effekts.
Die Festlegung von Grenzwerten obliegt den Regierungen der jeweiligen Staaten. Die meisten Staaten orientieren sich dabei an Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung (ICNIRP), die den aktuellen Forschungsstand laufend bewertet und daher wissenschaftlich fundierte Empfehlungen abgeben.
Hochfrequente elektromagnetische Felder dringen wenige Millimeter bis Zentimeter in den menschlichen Körper ein. Im Gewebe wird ihre Energie absorbiert und in Wärme verwandelt. Für die Stärke der Energie, die im Körper absorbiert wird, gibt es eine Maßeinheit: Die Spezifische Absorptionsrate, abgekürzt SAR. Der SAR-Wert wird in Watt pro Kilogramm Körpermasse (Watt/kg) ausgedrückt. Für die Stärke der elektromagnetischen Felder von Mobiltelefonen und Basisstationen gibt es jeweils gesetzlich festgelegte Grenzwerte, die garantieren, dass keine gesundheitliche Beeinträchtigung möglich ist.
Zeitliche Einschränkungen gibt es nicht, denn die gesetzlich festgelegten Grenzwerte, die auf den Grenzwertempfehlungen der unabhängigen Organisationen ICNIRP und WHO beruhen, gehen von einer Dauereinwirkung durch elektromagnetische Felder aus. Diese Grenzwerte schützen auch Kinder sowie ältere und kranke Menschen.
In Deutschland werden die Grenzwerte für elektromagnetische Felder per Verordnung durch den Bundestag und mit Zustimmung durch den Bundesrat festgelegt. Die entsprechenden Vorlagen kommen vom Bundesumweltministerium, das sich dabei auf Empfehlungen nationaler und internationaler unabhängiger wissenschaftlicher Institutionen stützt.
Um gesundheitliche Beeinträchtigungen durch elektromagnetische Felder auszuschließen, enthalten die Grenzwerte der 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung (26. BImSchV) einen Sicherheitsfaktor von 50 gegenüber der biologischen Wirkungsschwelle.
Bisher gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass Mobilfunk Tumorwachstum auslösen könnte. Weder konnten Wissenschaftler einen entsprechenden biologischen Mechanismen finden, noch ergaben Laborversuche überprüfbare Hinweise auf eine Zellschädigung. Auch die Mehrzahl der Beobachtungsstudien, die weltweit zum Thema durchgeführt wurden, hat keine Hinweise auf ein generell erhöhtes Krebsrisiko erbracht. Die wenigen vorliegenden Daten, die in eine andere Richtung deuten, werden von Experten kontrovers diskutiert und unterschiedlich bewertet.
Die Grenzwerte für elektromagnetische Felder von Funkanlagen sind in der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV) festgelegt. Bei der Festlegung der in Deutschland gültigen Grenzwerte ist der Gesetzgeber den wissenschaftlichen Empfehlungen von unabhängigen nationalen und internationalen Gremien und Institutionen (SSK, WHO, ICNIRP) gefolgt.