Gesundheit

Wie wirken sich elektromagnetische Felder auf die Gesundheit aus? Welche gesicherten Erkenntnisse gibt es? Fragen und Antworten zu den Themen Grenzwerte, Forschung und Wissenschaft, SAR-Werte und die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf die Gesundheit finden Sie hier.

Aktuelles aus dem Bereich Gesundheit

Im Wesentlichen sind zwei Faktoren für diesen Effekt verantwortlich: die Erwärmung des Handy-Akkus sowie eine Einschränkung der Ableitung der natürlichen Körperwärme über das Ohr.
Ein umfangreiches Verzeichnis der SAR-Werte gebräuchlicher Handy-Modelle ist auf den Internetseiten des IZMF und des Bundesamtes für Strahlenschutz abrufbar. Die SAR-Werte der aktuell von den Netzbetreibern angebotenen Modelle finden sich bei den Produktinformationen in den Verkaufsbroschüren und in den Online-Portalen.
Die Europäische Union unterstützt mit Mitteln aus ihrem mit 9,8 Milliarden Euro ausgestatteten 7. Forschungsrahmenprogramm internationale Studien zu Fragen möglicher biologischer Wirkungen elektromagnetischer Felder. Einen Schwerpunkt bilden Projekte, die sich mit langfristiger Handynutzung und möglichen gesundheitlichen Wirkungen befassen.
Das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) wurde von der Bundesregierung unter Federführung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zwischen 2002 und 2008 durchgeführt. Im Rahmen dieses Forschungsprogramms wurden 54 Forschungsvorhaben in den Disziplinen Biologie, Dosimetrie, Epidemiologie und Risikokommunikation durchgeführt.
Nach bisherigem Wissen gibt es keine negativen Auswirkungen von Mobilfunkfeldern auf Pflanzen oder Tiere unterhalb der ICNIRP-Grenzwerte.
Macht Mobilfunk Kinder krank? Dieser Frage ist Professor Dr. N. Leitgeb vom Institut für Health Care Engineering mit Europaprüfstelle für Medizinprodukte an der Universität Graz nachgegangen. In seinem Beitrag für die „Monatsschrift Kinderheilkunde“ stellt Leitgeb den momentanen Wissenstand dar, geht aber auch auf Ängste und Vorurteile ein, die sich um Mobilfunk und elektromagnetische Strahlung allgemein ranken.
Die Bundesregierung hat bekräftigt, dass die gesetzlichen Grenzwerte für hochfrequente elektromagnetische Felder „vor allen wissenschaftlich nachgewiesenen Risiken schützen“. Sie reagierte damit auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.
Die gesetzlich festegelegten Grenzwerte für die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks gelten unabhängig von der eingesetzten Funktechnik und daher auch für den LTE-Mobilfunkstandard. Zur Frage der Gesundheitsverträglichkeit von LTE weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) darauf hin, dass die nach dem neuen Standard eingesetzten Frequenzen sehr nah bei den bisher für Mobilfunk genutzten Frequenzbändern liegen. Es ist daher davon auszugehen, dass sich ihre biologischen und medizinischen Wirkungen nicht grundsätzlich unterscheiden.
Für LTE-Endgeräte gelten die gleichen Sicherheitsempfehlungen wie für die bisherige Mobilfunktechnik. Träger von Herzschrittmachern oder anderer medizinischer Implantate sollten beim Hersteller wegen der Störfestigkeit ihres Gerätes um Rat fragen.
LTE nutzt dieselbe Technik (OFDM-Technik) wie die bereits eingeführten Funktechniken DVB-T (Fernsehen), WLAN (IEEE 802.11 a,g,n), WIMAX u. a. Die zur OFDM-Technik vorliegenden Forschungsergebnisse und Erfahrungen, sowohl zum Frequenzbereich wie auch zu der zugrunde liegenden OFDM-Technik, lassen bei Einhaltung der Grenzwerte kein Gefährdungspotential durch LTE-Mobilfunkfelder erkennen. Um die Bevölkerung über mögliche gesundheitliche Auswirkungen durch die neue LTE-Technik zu informieren, werden Untersuchungen an LTE-Sendeanlagen und Endgeräten durchgeführt. Erste veröffentlichte Ergebnisse zeigen, dass die LTE-Technik mit den vorigen Mobilfunkstandards GSM und UMTS vergleichbar ist und die Grenzwerte nach wie vor deutlich unterschritten werden.