Aktueller Emissionsminderungsbericht der Bundesregierung

Die Bundesregierung informiert den Deutschen Bundestag seit 2002 regelmäßig über die aktuellen Forschungsergebnisse in Bezug auf Emissionsminderungsmöglichkeiten der gesamten Mobilfunktechnologie sowie zu gesundheitlichen  Auswirkungen. Der jetzt veröffentlichte achte Bericht betrachtet den Zeitraum von September 2016 bis August 2018 und gibt einen Überblick über abgeschlossene sowie laufende Forschungsvorhaben. Zusammenfassend heißt es in dem Bericht: „Auch auf der Basis der neueren Ergebnisse kann festgestellt werden, dass durch die geltenden Grenzwerte der 26. BImSchV die Bevölkerung ausreichend vor gesundheitlichen Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder geschützt ist.“ Um die fachlichen Grundlagen für die Risikobewertung weiter zu verbessern, werde das Bundesumweltministerium gezielt Forschung auf dem Gebiet des Mobilfunks – insbesondere zu Langzeitwirkungen und Wirkungen auf Kinder, aber auch zur Verbesserung der Datenlage hinsichtlich neuer Technologien fördern.

 

Hauptsächlich durch den schrittweisen Aufbau des 5G-Standards und der weiter zunehmenden Mobilfunknutzung müsse mit einem erheblichen Um- und Ausbau von Sendeanlagen gerechnet werden. Aus der Sicht der elektromagnetischen Felder seien hierbei vor allem drei technische Entwicklungen relevant: Zum einen der Ausbau von Sendeanlagen mit geringer Leistung (Kleinzellen/Small Cells), zum anderen die Nutzung höherer Frequenzen sowie als dritter Faktor der Einsatz sogenannter intelligenter Antennen, die die elektromagnetischen Felder direkt auf das Endgerät ausrichten können (Beamforming). Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, insbesondere beim Ausbau der 5G-Netze das bestehende hohe Schutzniveau beizubehalten.

 

Die weitere von der Bundesregierung geförderte Forschung soll die gesundheitlichen Auswirkungen bei den im Mobilfunk neu genutzten, höheren Frequenzbändern untersuchen. Außerdem sollen proaktiv die Auswirkungen der neuen Technologie sowie der neu aufgebauten Netze hinsichtlich ihrer elektromagnetischen Felder untersucht werden. Dabei werde ein Schwerpunkt darin bestehen, wie sich die Exposition der Bevölkerung – insbesondere auch unter Einbeziehung von Kleinzellen und unter Berücksichtigung der Beamforming-Technologie – entwickeln wird.